Medizinische Cannabis-Ärzt:innen
Finde erfahrene Mediziner:innen, die Dich kompetent durch Cannabis-Therapien begleiten, von der Erstberatung bis zur Langzeitbetreuung.
Was einen erfahrenen Cannabis-Arzt auszeichnet
Qualifikation und Fortbildung in der Cannabis-Medizin
Seit der Gesetzesänderung darf grundsätzlich jede approbierte Ärztin und jeder approbierte Arzt in Deutschland medizinisches Cannabis verordnen. Eine fachärztliche Zusatzbezeichnung ist dafür nicht erforderlich. Rechtliche Befugnis bedeutet jedoch nicht automatisch klinische Erfahrung. Mediziner mit fundierter Cannabis-Expertise zeigen in der Regel ein besonderes Engagement: eine Mitgliedschaft in Fachgesellschaften wie der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM), regelmäßige Fortbildungen oder einen Hintergrund in Schmerzmedizin, Neurologie oder Palliativversorgung.
Auch die praktische Erfahrung ist entscheidend. Ein Arzt, der bereits viele Patientinnen und Patienten bei der Dosisfindung und Sortenauswahl begleitet hat, kann Therapieverläufe sicherer einschätzen als jemand, der nur gelegentlich verordnet. Auf dieser Seite siehst Du auf einen Blick, welche Ärztinnen und Ärzte über einschlägige Erfahrung in der Cannabis-Therapie verfügen.
Bei welchen Beschwerden eine Cannabis-Therapie infrage kommt
Medizinisches Cannabis ist längst kein letztes Mittel mehr. Seit der gesetzlichen Neuregelung kann es immer dann verordnet werden, wenn die behandelnde Ärztin oder der Arzt es für medizinisch sinnvoll hält, auch als mildere Alternative und in niedriger Dosierung. Viele Patientinnen und Patienten bringen bereits eine Diagnose mit; häufige Anlässe sind chronische Schmerzen, Migräne, entzündliche oder neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, ADHS, innere Unruhe oder Schlafstörungen.
Gerade bei leichteren Beschwerden wie Schlafproblemen kann eine niedrig dosierte Cannabis-Therapie für manche Patientinnen und Patienten eine schonendere Option sein als stärker wirkende Schlaf- oder Beruhigungsmittel. Ob und in welcher Form Cannabis zu Deiner Situation passt, entscheidet immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt individuell, auf Basis Deiner Diagnose und Deiner Krankengeschichte.
Erstverordnung und Folgerezept – der Unterschied
Bei Deiner ersten Behandlungsanfrage prüft die behandelnde Ärzt:in Deine Beschwerden, Deine Diagnose und bisherige Behandlungen. Nach der Prüfung meldet sich die behandelnde Ärzt:in bei Dir zurück. Wie der Kontakt stattfindet, entscheidet die behandelnde Ärzt:in. Für eine Videosprechstunde kannst Du einen festen Termin buchen; bei Bedarf kann ein Praxisbesuch erforderlich sein.
Auch jede Folgeanfrage wird ärztlich geprüft. Ob ein weiterer Termin erforderlich ist und ob eine Folgeverordnung medizinisch vertretbar ist, entscheidet die behandelnde Ärzt:in. Die Terminanforderungen werden Dir bei Deiner Anfrage angezeigt.
Hausarzt oder Facharzt – wann welche Wahl sinnvoll ist
Ein Hausarzt kann ausreichen, wenn Deine Beschwerden gut dokumentiert sind und Deine Behandlung stabil verläuft.
Ein Facharzt ist sinnvoll, wenn Deine Erkrankung besondere Expertise erfordert (Neurologie bei Multipler Sklerose, Psychiatrie bei PTBS, Schmerzmedizin bei komplexen chronischen Schmerzen), frühere Behandlungen kompliziert verliefen oder eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse die Einbindung eines Facharztes voraussetzt.
Viele Patientinnen und Patienten kombinieren beides: die fachärztliche Einschätzung zu Beginn der Therapie und die anschließende Betreuung über den Hausarzt oder per Telemedizin. Der richtige Arzt ist der, der Deine Situation versteht und über relevante Erfahrung mit medizinischem Cannabis verfügt.
Cannabis-Arzt online finden – so einfach geht Telemedizin
Über die Plattform kannst Du eine Behandlungsanfrage stellen und eine Ärzt:in auswählen. Nach Prüfung Deiner Anfrage meldet sich die behandelnde Ärzt:in bei Dir zurück. Wie der Kontakt stattfindet, entscheidet die behandelnde Ärzt:in. Für eine Videosprechstunde stehen feste Termine zur Auswahl; bei Bedarf kann ein Praxisbesuch erforderlich sein.
Wenn die behandelnde Ärzt:in ein Rezept ausstellt, wird es digital an Deine gewählte Apotheke übermittelt. Die Entscheidung über die Behandlung und eine Verordnung trifft die behandelnde Ärzt:in.
Häufige Fragen zu Cannabis-Ärzten
Welcher Arzt darf medizinisches Cannabis verschreiben?
Grundsätzlich darf jede approbierte Ärztin und jeder approbierte Arzt in Deutschland medizinisches Cannabis verordnen, mit Ausnahme von Zahn- und Tierärzten. Eine fachärztliche Zusatzqualifikation ist nicht vorgeschrieben. In der Praxis verordnen jedoch vor allem Ärztinnen und Ärzte mit Erfahrung in der Cannabis-Therapie, etwa aus der Schmerzmedizin, Neurologie oder Palliativversorgung.
Wie finde ich einen Arzt, der Cannabis verschreibt?
Über die Suche und die Filter auf dieser Seite findest Du Ärztinnen und Ärzte, die medizinisches Cannabis verordnen, nach Region, Fachrichtung und Erfahrung. So kannst Du gezielt eine Praxis auswählen, die zu Deinem Anliegen passt, ob vor Ort oder per Telemedizin.
Kann ich ein Cannabis-Rezept online bekommen?
Du kannst online eine Behandlungsanfrage stellen. Nach der Prüfung meldet sich die behandelnde Ärzt:in bei Dir zurück. Wie der Kontakt stattfindet und ob ein Praxisbesuch erforderlich ist, entscheidet die behandelnde Ärzt:in. Einen festen Termin für eine Videosprechstunde kannst Du buchen. Wird ein Rezept ausgestellt, wird es digital an Deine gewählte Apotheke übermittelt.
Bei welchen Beschwerden kann ein Cannabis-Rezept infrage kommen?
Seit der gesetzlichen Neuregelung kann medizinisches Cannabis immer dann verordnet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt es für sinnvoll hält. Es ist kein letztes Mittel mehr und kommt auch als mildere, niedrig dosierte Alternative infrage. Häufige Anlässe sind chronische Schmerzen, Migräne, neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, ADHS oder Schlafstörungen. Die Entscheidung trifft immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt individuell.
Welche Voraussetzungen muss ich für eine Cannabis-Therapie erfüllen?
Du solltest eine gesundheitliche Beschwerde oder Diagnose haben, die eine Behandlung sinnvoll macht. Anders als früher muss medizinisches Cannabis nicht mehr das letzte Mittel sein. Die behandelnde Ärztin oder der Arzt entscheidet auf Basis Deiner Diagnose und Krankengeschichte, ob eine Therapie für Dich geeignet ist.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für medizinisches Cannabis?
Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist möglich, muss aber vor Therapiebeginn beantragt und genehmigt werden. Ohne Genehmigung tragen Patientinnen und Patienten die Kosten für Arzttermin und Medikament selbst. Deine behandelnde Praxis unterstützt Dich in der Regel bei der medizinischen Begründung des Antrags.
Brauche ich für ein Folgerezept einen neuen Termin?
Das hängt von Deiner Behandlung und den Terminanforderungen der gewählten Ärzt:in ab. Jede Folgeanfrage wird ärztlich geprüft. Ob ein weiterer Termin erforderlich ist, entscheidet die Ärzt:in; die Terminanforderungen siehst Du bei Deiner Anfrage.