Versorgung mit medizinischem Cannabis im Umbruch: MedCanOneStop installiert unabhängiges, hochrangig besetztes Beratungsgremium

Düsseldorf – MedCanOneStop (MCOS), eine Online-Plattform für medizinisches Cannabis, hat ein unabhängiges, hochrangig besetztes Beratungsgremium ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Weiterentwicklung der Plattform fachlich zu begleiten und die Professionalisierung der medizinischen Cannabisversorgung in Deutschland aktiv voranzutreiben. Dem Gremium, das Anfang April 2026 seine Arbeit aufgenommen hat, gehören mit Dr. rer. med. Christiane Neubaur (pharmazeutisch-regulatorische Perspektive), Dr. med. Franjo Grotenhermen (wissenschaftlich-medizinische Perspektive) und Dr. medic Vlad Gavril (ärztliche Praxis & digitale Versorgung) drei ausgewiesene Expert:innen an.

Externe Expertise als Antwort auf einen Markt im Umbruch

Die Gründung erfolgt vor dem Hintergrund aktueller regulatorischer und struktureller Entwicklungen im Markt für medizinisches Cannabis. Diskussionen über strengere Vorgaben für telemedizinische Behandlungen sowie ein teils kontrovers geführter öffentlicher Diskurs verdeutlichen: Die Versorgung steht vor einem grundlegenden Wandel. Gleichzeitig besteht weiterhin ein struktureller Mangel an spezialisierten Ärzt:innen im Bereich Cannabistherapie. Vor diesem Hintergrund setzt MedCanOneStop bewusst auf externe Expertise mit langjähriger Erfahrung, um die nächste Entwicklungsphase evidenzbasiert und praxisnah zu gestalten – mit dem Anspruch, Versorgungsqualität und Zugänglichkeit gleichermaßen sicherzustellen.

Drei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel

Dr. med. Franjo Grotenhermen, niedergelassener Arzt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM) und Gründer der International Association for Cannabinoid Medicines (IACM), zählt zu den international renommiertesten Expert:innen für Cannabismedizin. Mit über dreißig Jahren Erfahrung in Forschung und klinischer Praxis hat er die Entwicklung der Cannabistherapie in Deutschland maßgeblich geprägt.

„Viele Aspekte einer Cannabistherapie verlangen eine hohe fachliche Kompetenz der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, etwa im Hinblick auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Kontraindikationen oder rechtliche Rahmenbedingungen, wie bei der Teilnahme am Straßenverkehr. Von meiner langjährigen Erfahrung profitieren sowohl das ärztliche Fachpersonal bei MCOS, das bei Unklarheiten präzise Rückmeldungen erhält, als auch die Patientinnen und Patienten, deren Betreuung auf einem hohen fachlichen Niveau erfolgt.“

Dr. rer. med. Christiane Neubaur, Apothekerin und Geschäftsführerin des Verbands der Cannabisversorgenden Apotheken e.V. (VCA), ergänzt das Gremium um die pharmazeutische und regulatorische Perspektive – inklusive einer bewusst kritischen Position gegenüber telemedizinischen Modellen, die dazu beiträgt, Prozesse kontinuierlich zu hinterfragen.

„Ich bringe meine pharmazeutische Perspektive ein, damit MedCanOneStop konsequent rechtskonform, seriös und patientenorientiert arbeitet. Digitale Versorgung darf den Zugang erleichtern, aber nicht auf Kosten von Qualität, Verantwortung oder Rechtssicherheit gehen.“

Dr. medic Vlad Gavril steht für die praktische Umsetzung im medizinischen Alltag. Als niedergelassener Arzt, der sowohl vor Ort als auch telemedizinisch tätig ist, vereint er beide Welten bereits in seiner täglichen Praxis.

„Nur durch mehr Aufklärung in Sachen Cannabis können wir ein Bewusstsein schaffen, welches der Stigmatisierung von Cannabis entgegenwirkt und endlich Patient:innen den nötigen Schutz bringt.“

Klar definierte Rolle: Strategische Beratung, keine operative Steuerung

Das Gremium unterstützt MedCanOneStop ausdrücklich beratend, die operative Entscheidungshoheit liegt weiterhin beim Unternehmen selbst. Inhaltlich liegt der Fokus auf zentralen strategischen Fragestellungen, insbesondere bei der Transformation vom reinen Telemedizin-Anbieter hin zu einer offenen, hybriden Infrastruktur aus digitalen und Vor-Ort-Angeboten.

„Die Cannabisversorgung in Deutschland steht vor einer Weggabelung: Entweder wird sie durch überzogene Regulierung praxisfern und damit für Patient:innen unzugänglich, oder es gelingt uns als Branche, selbst die richtigen Standards zu setzen. Wir haben uns bewusst für den zweiten Weg entschieden“, erklärt Cedric Lehmann, CEO von MedCanOneStop.

Über MedCanOneStop

MedCanOneStop (MCOS) ist eine digitale Infrastruktur- und Informationsplattform für die Versorgung mit medizinischem Cannabis in Deutschland. Das Unternehmen verbindet Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheken entlang des gesamten Versorgungsprozesses. Mit einem Netzwerk aus über 500 Apotheken sowie einer sechsstelligen Nutzerbasis arbeitet das 2024 von Cedric Lehmann gegründete Unternehmen daran, die Versorgung effizienter, zugänglicher und qualitativ hochwertiger zu gestalten.

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