MedCanG im Bundesrat: Zustimmung zu Verschärfungen

Home /  Blog /  News / Artikel

MedCanG im Bundesrat: Zustimmung zu Verschärfungen

2025-11-21

Wie die Verschärfungen Deine Versorgung verändern können und warum Du auf MCOS zählen kannst

Im Livestream gab es heute diese typische Szene.
Vier Minuten lang wird Medizinalcannabis als Suchtmittel, Psychoserisiko und neue Bezugsquelle für Freizeitkonsumenten beschrieben, als wäre das die ganze Wahrheit. Danach meldet sich Thüringen, zieht kurz die Handbremse, beantragt eine Verschiebung, und am Ende steht trotzdem: Die Ausschusslinie bleibt im Kern, Hybrid bleibt Minderheit.

Für Dich ist das kein Politiktheater im Hintergrund.
Es geht um Deine Therapie, Deine Wege zur Apotheke, Dein Kontostand am Monatsende.

Dieser Text ordnet den Bundesratstermin ein und zeigt, was wir bei MedCanOneStop jetzt konkret tun.

Stand: 21.11.2025 · Lesedauer: ca. 12 Minuten


TL;DR

Wichtig zuerst: Der Bundesrat entscheidet heute nicht endgültig über Deine Behandlung. Er gibt eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung ab. Diese Stellungnahme fließt in das weitere Verfahren im Bundestag ein.

  • Die Bundesregierung will das Medizinal-Cannabisgesetz nachschärfen. Kernziele: weniger Telemedizin, kein klassischer Versand von Blüten, klarere Preisbindung. Quelle: Bundesregierung

  • Der Bundesrat hat zentrale Teile der Linie seiner Ausschüsse bestätigt. Alternativvorschläge wie der Thüringer Hybridansatz mit regulierter Telemedizin und streng beaufsichtigtem Versand blieben in der Minderheit. Grundlage sind die Empfehlungen des Gesundheitsausschusses und der Thüringer Antrag.

  • Das politische Narrativ dreht sich stark um Missbrauch, steigende Importzahlen und angebliche „Dealer in weißen Kitteln“. Die Versorgungsrealität von legal behandelten Patienten kommt viel zu kurz. Quelle: Kabinettsentwurf MedCanG, BMG

  • Unsere große MCOS Umfrage mit 9.583 Teilnehmern zeigt ein anderes Bild. Viele haben ohne Telemedizin, Versand und Preiskonkurrenz real keine stabile Versorgung. Über siebzig Prozent sehen ein hohes Risiko, bei weiteren Hürden wieder im Schwarzmarkt zu landen.

  • MCOS ist Dein Navigator in diesem System. Sitz in Düsseldorf, deutsche Gesellschaft, Ärzte mit deutscher Approbation, klare Compliance. Keine EU-Konstrukte, keine Briefkastenlösungen. Wir bauen Hybridmodelle aus Präsenz und Telemedizin, stabilisieren Apothekenwege und geben Dir mit unserer E-Mail-Aktionsseite ein sicheres Tool, um Deine Stimme in den Bundestag zu bringen.


1. Was gerade politisch passiert

Im Frühjahr 2024 trat das Medizinal-Cannabisgesetz in Kraft. Seitdem ist Medizinalcannabis kein Betäubungsmittel mehr, sondern ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit erleichterter Verordnung.

Ende 2025 zieht die neue GroKo die Bremse. Das Bundesgesundheitsministerium legt einen Änderungsentwurf vor, den das Kabinett am 8. Oktober beschlossen hat. Ziel laut Regierung ist es, Missbrauch einzudämmen und den medizinischen Charakter zu schärfen.

Die Fachausschüsse im Bundesrat haben Anfang November zusätzliche Verschärfungen zum MedCanG empfohlen, zum Beispiel

  • eine klare Anwendung der Arzneimittelpreisverordnung auf Cannabisblüten
  • Einschränkungen bei EU-Rezepten
  • strengere Werbebeschränkungen für medizinisches Cannabis

Heute hat der Bundesrat über einzelne Ziffern abgestimmt. Ergebnis im Kern.

Der Bundesrat stellt sich hinter den Kurs der Bundesregierung mit strengeren Leitplanken für medizinisches Cannabis. Die Linie mit mehr Präsenzpflicht und Versandstopp aus dem Gesetzentwurf bleibt unangetastet. Zusätzlich fordert der Bundesrat, dass

  • Rezepte aus EU Staaten für Medizinalcannabis nicht mehr wie deutsche Verschreibungen gelten,
  • die Arzneimittelpreisverordnung eindeutig auf Medizinalcannabis angewendet wird und
  • Werbung für Medizinalcannabis nur noch gegenüber Fachkreisen zulässig ist.

Einzelne Ausschussideen für weitere Zusatzschrauben wurden abgemildert, die Richtung bleibt aber klar restriktiv. Der Thüringer Versuch, regulierte Telemedizin und streng beaufsichtigten Versandhandel als Hybridkurs zu verankern, wurde gehört, politisch aber nicht übernommen.


 

2. Was sich jetzt sofort für Dich ändert

Die kurze Antwort lautet: Heute noch nichts.

  • Deine bestehenden Rezepte behalten ihre Gültigkeit, solange sie im Rahmen der bisherigen Regeln ausgestellt wurden.
  • Apotheken dürfen diese Rezepte weiterhin beliefern.
  • Telemedizinische Angebote laufen unverändert weiter, bis der Bundestag das Gesetz beschlossen hat und es nach Veröffentlichung in Kraft tritt.

Zwischen dem heutigen Bundesratsbeschluss und einer tatsächlichen Gesetzesänderung liegen mehrere Schritte. Der Weg des Gesetzes sieht jetzt ungefähr so aus:

  1. Kabinettsentwurf im Oktober 2025
  2. Beratung im Gesundheitsausschuss des Bundesrats (05.11.2025)
  3. Stellungnahme und Beschluss im Bundesrat (21.11.2025)
  4. Stellungnahme der Bundesregierung (voraussichtlich 03. Dezember 2025)
  5. Erste Lesung im Bundestag (voraussichtlich 18. Dezember 2025)
  6. Öffentliche Anhörung (voraussichtlich 14. Januar 2026)
  7. Zweite und dritte Lesung im Bundestag (voraussichtlich Februar/März 2026)

Du bist also mitten im Prozess. Noch ist nichts im Bundesgesetzblatt. Trotzdem werden die Linien jetzt gezogen, an denen sich der Bundestag später orientiert.


3. Worum sich der Streit wirklich dreht

Hinter allen Paragrafen stehen ein paar zentrale Konfliktfelder.

Telemedizin

Die Regierung will, dass Medizinalcannabis in Zukunft grundsätzlich nur nach persönlichem Erstkontakt verschrieben werden darf. Telemedizin soll ergänzen, nicht mehr eröffnen.

Viele Stellungnahmen kritisieren, dass man damit ein etabliertes Instrument zurückdrängt, das eigentlich Versorgungslücken schließen sollte. Telemedizin ist kein rechtsfreier Raum. Sie ist bereits heute reguliert, dokumentiert und ärztlich verantwortet.

Hier entsteht ein Bruch. Auf der einen Seite steht das berechtigte Ziel, Missbrauch zu verhindern. Auf der anderen Seite stehen chronisch Kranke, die real keinen Schmerztherapeuten oder Spezialisten in ihrer Nähe finden.

Versand und Botendienst

Der Entwurf richtet sich klar gegen den klassischen Versandhandel von Cannabisblüten. Erlaubt bleiben Präsenzabgabe in der Apotheke und apothekeneigener Botendienst.

In einer Großstadt mit mehreren cannabisführenden Apotheken wirkt das noch handhabbar. In Regionen mit wenigen oder keinen entsprechenden Apotheken entsteht dagegen sehr schnell eine Lücke. Botendienst ersetzt keinen bundesweiten Versand, wenn die nächste geeignete Apotheke viele Kilometer entfernt ist.

Preise

Besonders sensibel ist der Vorschlag, Cannabisblüten eindeutig der Arzneimittelpreisverordnung zu unterwerfen.

In der Praxis würde das bedeuten:

  • weniger Spielraum für Apotheken bei Blüten
  • weniger Spielraum nach unten beim Preis
  • ein Rückschritt zu Einheitsniveaus, wie man sie aus der Zeit vor der Marktöffnung kennt

Gerade für Selbstzahler kann das schnell das Ende der Therapie bedeuten.

EU-Rezepte und Ärzte im Ausland

Ein weiterer Streitpunkt sind Rezepte aus anderen EU-Staaten. Das BMG argumentiert, dass Online-Verordnungen aus dem Ausland schwerer zu kontrollieren seien. Kritiker verweisen darauf, dass Telemedizin europaweit an Bedeutung gewinnt und man qualitätsbasierte Regeln braucht statt pauschaler Verbote.

Parallel dazu zeichnet der neue Drogenbeauftragte Hendrik Streeck ein hartes Bild. Er spricht von „Dealern in weißen Kitteln“, verweist auf einen starken Anstieg von Importen und Privatrezepten und fordert deutlich strengere Vorgaben, teilweise sogar ein Verbot von Blüten zugunsten von Tropfen oder Kapseln.

Das alles erzeugt ein Klima aus Misstrauen, in dem legale Versorgungswege schnell wie ein Problem wirken, obwohl sie für sehr viele Menschen die erste echte Versorgungslösung waren.


4. Warum dieser Kurs für Patienten problematisch ist

Wir nehmen die Sorgen der Politik ernst. Missbrauch verhindern und Behandlungen sauber dokumentieren ist wichtig. Der Bundesrat betrachtet die letzten Jahre vor allem durch die Brille explodierender Importzahlen und Telemedizin-Angebote, die er kritisch sieht.

Wenn man die Versorgungslage aus Patientensicht betrachtet, ergibt sich jedoch ein anderes Bild.

  • Viele Patienten haben ihren Arzt erst über Telemedizin gefunden, nachdem sie zuvor über Jahre abgewiesen wurden.
  • In ländlichen Regionen oder bei eingeschränkter Mobilität ist der digitale Zugang oft der einzige Weg zu einem fachkundigen Arzt mit Erfahrung in Cannabismedizin.
  • Unsere Patientenbefragung mit mehreren tausend Teilnehmern zeigt deutlich, wie viele Menschen ohne Telemedizin realistisch auf den Schwarzmarkt zurückfallen würden, weil sie weder zeitlich noch finanziell in der Lage sind, wiederholt lange Wege auf sich zu nehmen.

Wenn der Bundesrat jetzt einen Kurs empfiehlt, der Telemedizin einengt, den Versand von Blüten stark beschneidet und EU-Ärzte komplett ausschließt, kann das unbeabsichtigte Folgen haben.

  • Therapien können brüchiger werden, weil Termine schwerer zu bekommen sind.
  • Patienten in strukturschwachen Regionen werden benachteiligt.
  • Höhere Hürden und steigende Preise erhöhen das Risiko, dass Menschen wieder auf unsichere illegale Quellen ausweichen.

Genau das will die Politik offiziell verhindern. Deshalb ist es so wichtig, dass die Erfahrungen der Patienten und die Realität der Versorgung im weiteren Verfahren im Bundestag gehört werden.


5. Bundesrat: Gerlach, Thüringen und die Abstimmung

Die Gerlach-Rede und der blinde Fleck

In der Rede von Gerlach wurden einige Punkte stark betont:

  • Medizinalcannabis sei ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit hohem Suchtrisiko und Psychosegefahr
  • besonders junge Menschen würden geschädigt
  • die verfünffachten Importmengen seien ein Hinweis auf Missbrauch
  • Blüten als Rezepturarzneimittel seien unsicher, weil Sicherheit und Wirksamkeit nicht wie bei Fertigarzneimitteln belegt seien
  • Freizeitkonsumenten hätten eine neue Bezugsquelle entdeckt; Telemedizin ohne persönlichen Arztkontakt sei Teil des Problems

Was daran stimmt:
Cannabis ist kein Spielzeug. Hochfrequenter Konsum, insbesondere bei sehr jungen Menschen, kann Schaden anrichten. Missbrauch existiert.

Was fehlt:

  • die Sicht von Erwachsenen, die nach langer Odyssee endlich eine legale, dokumentierte Therapie gefunden haben
  • die Tatsache, dass Importanstieg auch bedeutet, dass mehr Menschen nicht mehr auf gestreckte Straßenware angewiesen sind
  • die Realität, dass Apotheken mit standardisierten Ausgangsstoffen arbeiten und Rezepturen trotzdem nach klaren pharmazeutischen Standards hergestellt werden

Zwischen Problembenennung und Problemlösung klafft eine Lücke.
Wenn man nur auf Missbrauch fokussiert und die Versorgungsrealität ausblendet, entstehen Gesetze, die zwar auf dem Papier schützen sollen, in der Praxis aber Menschen ins Risiko schieben.

Thüringen als Gegenentwurf

Thüringen skizzierte stattdessen ein Modell mit deutscher Approbation, strenger Identitätsprüfung, sauberer Dokumentation und kontrolliertem Versand. Inhaltlich ist das ein modernes Hybridbild. Politisch bekam der Antrag nur eine Minderheit. Er bleibt aber wichtig, weil er zeigt, dass es Alternativen zum reinen Verbotskurs gibt.

Die anschließende Abstimmung im Plenum lief technisch, aber eindeutig. Zentrale Teile der Ausschussempfehlung wurden bestätigt. Konkret. EU Rezepte sollen für Medizinalcannabis nicht mehr gelten, die Preisbindung wird klargestellt und Laienwerbung für Medizinalcannabis soll verboten werden. Der Thüringer Antrag blieb ebenso in der Minderheit wie einzelne Ausschusspunkte zu zusätzlichen Bußgeldern und weiteren Kontrollgesetzen.

Die Botschaft lautet: der Kurs der Bundesregierung zu mehr Präsenzpflicht, Versandstopp und engeren Regeln steht, der Bundesrat zieht bei EU Rezepten, Preisbindung und Werbung mit. Nicht jede gewünschte Zusatzschraube wurde übernommen, aber die Richtung bleibt für Patienten und Plattformen spürbar strenger.


6. Was die Zahlen wirklich erzählen

Während die Politik vor allem Importkurven zitiert, schauen wir auf Patientenrealität.

In unserer großen MCOS Umfrage mit 9.583 Teilnehmern haben wir unter anderem abgefragt:

  • Wie kommst Du heute an Dein Rezept
  • Wie weit ist der Weg zur nächsten cannabisführenden Apotheke
  • Wie viel zahlst Du pro Monat
  • Was würde eine Verschärfung bei Telemedizin, Versand und Preis mit Dir machen

Die Antworten waren deutlich:

  • Ein großer Teil nutzt Telemedizin, weil vor Ort kein passender Arzt zu finden ist oder Wartezeiten unzumutbar sind.
  • Viele greifen auf spezialisierte Apotheken mit Versandstrukturen zurück, weil wohnortnah niemand Blüten oder bestimmte Extrakte führt.
  • Die Preisentwicklung seit Öffnung des Marktes war für viele der Gamechanger. Erst durch niedrigere Grammpreise wurde die Therapie überhaupt machbar.
  • Mehr als siebzig Prozent sehen ein hohes Risiko, bei zusätzlichen Hürden zurück in den Schwarzmarkt zu rutschen. Fast die Hälfte sagt offen, dass sie in bestimmten Konstellationen sicher ausweichen würde.

Damit entsteht ein anderes Bild als in manchen Reden.
Importmengen steigen nicht nur, weil Freizeitszene und „Kiffer mit Attest“ das System ausnutzen. Sie steigen auch, weil tausende Menschen nach Jahren endlich in legaler, ärztlich begleiteter Versorgung angekommen sind und nicht mehr auf Straßenware angewiesen sind.


7. Was bedeutet das für Deine Versorgung und wo steht MCOS

Du stehst gerade zwischen allen Fronten.
Du hörst „Missbrauch“, „Importexplosion“ und „Dealer in weißen Kitteln“. Du weißt gleichzeitig, wie hart Du kämpfen musstest, um überhaupt ein wirksames Rezept zu bekommen.

Daraus entsteht schnell das Gefühl, wieder zum Problem erklärt zu werden, obwohl Du genau das Gegenteil bist. Du bist der Mensch, für den dieses System eigentlich existieren sollte.

In dieser Lage sind zwei Dinge wichtig.

Erstens: Du bist nicht allein und nicht illegal

MedCanOneStop ist eine deutsche Telemedizin-Plattform für Cannabispatienten. Sitz Düsseldorf, deutsche Gesellschaft, Ärzte mit deutscher Approbation, Apotheken in Deutschland, rechtlich sauber eingebettet.

Wir operieren nicht von irgendwo in Europa, um Regeln zu umgehen. Wir nutzen die Spielräume, die der deutsche Gesetzgeber eingerichtet hat, so wie sie gedacht waren.

Wenn jetzt pauschal von „EU-Online-Rezepten“ und „unkontrollierten Auslandsstrukturen“ gesprochen wird, dann zielt das nicht auf Dich als MCOS-Patient ab. Es trifft trotzdem Dein Sicherheitsgefühl. Genau deshalb sprechen wir es so klar an.

Zweitens: MCOS versteht sich als Navigator, nicht als Zuschauer

Wir können die politische Realität nicht wegzaubern.
Wir können aber sehr klar entscheiden, wie wir darin handeln.

Unser Ansatz:

  • Wir bauen ein Netzwerk aus Ärzten, die Dich über längere Zeit begleiten, mit Präsenzterminen und telemedizinischen Kontakten in einem klaren Rhythmus.
  • Wir modellieren in unseren Prozessen bereits heute die Vierquartalslogik. Es geht darum, dass Du Dich darauf verlassen kannst, dass Fristen und Kontakte nicht zufällig reißen.
  • Wir arbeiten mit Apotheken, die sowohl Präsenz als auch Lieferung im Rahmen der Gesetze möglich machen. Ziel ist, dass Du nicht jedes Mal bei null anfängst, sobald sich eine Vorschrift ändert.

Du musst Dir keine Praxisstruktur alleine aufmalen.
Wir verstehen unsere Aufgabe genau darin, eine Karte zu zeichnen, auf der Du Dich bewegen kannst, ohne ständig in Grauzonen zu landen.


8. Unsere Aktionsseite: Deine E-Mail in den Bundestag

Deine Stimme, Dein Text, Deine Verantwortung.

Keine Massenpetition, kein vorgefertigter Standardtext, den alle stumpf weiterleiten, sondern ein Werkzeug, das Dir hilft, Deine Geschichte klar und respektvoll zu formulieren. Das Tool ist live, probier’s aus & teile die Aktion: https://aktion.medcanonestop.com/

Die Idee dahinter:

  • Du bekommst eine strukturierte Oberfläche, in der Du ankreuzen kannst, welche Punkte Dich betreffen, zum Beispiel Versand, Telemedizin, Preise, Bürokratie.
  • Du kannst Deine Geschichte ergänzen. Zum Beispiel, wie viele Praxen Du abtelefonieren musstest, wie weit Du zur nächsten Apotheke fährst oder was ein Preissprung mit Deinem Budget macht.
  • Ein KI-gestützter Generator hilft Dir, daraus eine saubere E-Mail an Bundestagsabgeordnete zu formulieren. Respektvoll, konkret, ohne juristische Verrenkungen.

Wichtig ist der Rahmen:

  • MCOS sendet nichts in Deinem Namen.
  • Wir speichern weder Deine Daten noch Textentwürfe, die Du verschickst.
  • Du kopierst Empfänger und Inhalte und verschickst alles aus Deinem eigenen Postfach.

Damit hast Du zwei Dinge gleichzeitig:

  • Datenschutz und Eigenverantwortung
  • Ein starkes Tool, mit dem Du Deine Versorgung in den politischen Prozess hineinträgst

Wir wollen keine tausend identischen Mails, die Filter auslösen. Unser Ziel ist, dass Abgeordnete konkrete Versorgungsrealität lesen. Deine Wege, Deine Kosten, Deine Symptome, Deine Angst vor dem Rückfall in den Schwarzmarkt und Deine Erfahrung mit legaler Therapie.


9. Wie es in den nächsten Monaten weitergeht

Die heutige Bundesratssitzung war ein wichtiger, aber nicht der letzte Moment. Grob sieht der weitere Weg so aus:

  1. Die Bundesregierung reagiert schriftlich auf die Bundesratsstellungnahme und kann an kleinen Stellen nachjustieren.
  2. Im Bundestag findet eine erste Lesung statt. Dort wird der Entwurf eingeführt, aber noch nicht im Detail geändert.
  3. In einer öffentlichen Anhörung kommen Fachleute zu Wort, unter anderem aus Medizin, Rechtswissenschaft, Verbänden und idealerweise aus der Patientenschaft.
  4. In zweiter und dritter Lesung wird die endgültige Fassung verhandelt. Dort entscheidet sich, ob Hybridmodelle eine Chance bekommen oder ob der harte Kurs durchgezogen wird.

Wir werden diesen Weg eng begleiten, Inhalte aufbereiten und unsere Systeme rechtzeitig anpassen. Jede neue Version eines Entwurfs heißt bei uns konkret: Was bedeutet das für Deine Behandlung, Deine Apotheke, Deine Kosten, Deine Wege und wie können wir Dich in diesem Rahmen sicher führen.


10. Was Du heute für Dich einsortieren kannst

Vielleicht fühlst Du Dich nach all dem überfahren.
Vielleicht hast Du das Gefühl, dass über Dich gesprochen wird, aber nicht mit Dir.

Dann sind drei Gedanken wichtig.

Erstens
Du bist kein Ausreißer und kein Missbrauchsfall, nur weil Du Telemedizin nutzt oder eine Versandlösung brauchst. Du bewegst Dich im legalen Rahmen, den der Gesetzgeber selbst geschaffen hat.

Zweitens
Deine Angst ist nicht irrational. Wenn man Telemedizin, Versand und Preise gleichzeitig anzieht, kann das real dazu führen, dass Menschen in den Schwarzmarkt zurückgedrängt werden, obwohl sie genau davon weg wollten. Das sehen wir in den Daten.

Drittens
Du hast mehr Handlungsspielraum, als es sich im ersten Moment anfühlt. Du kannst Dich informieren, Deine Behandlung gemeinsam mit Deinen Ärzten planen, legale Wege weiter nutzen und mit Tools wie unserer Aktionsseite dafür sorgen, dass Deine Realität im parlamentarischen Prozess auftaucht.

MCOS versteht sich dabei nicht als neutrale Beobachtungsplattform, sondern als Navigator in einem System, das komplizierter ist, als es sein müsste. Wir werden Regeln nicht schönreden. Wir werden aber alles tun, damit Du Dich auch in einem strengeren Rahmen sicher bewegen kannst.

Wir sehen Dich.
Wir wissen, dass hinter „Patient“ ein Mensch mit Alltag, Sorge, Schmerz und Hoffnung steht.
Und genau dafür machen wir diesen ganzen Aufwand.


11. Kurz-FAQ nach der Bundesrat-Zustimmung

Gilt das neue Gesetz jetzt sofort?
Nein. Heute wurde eine Bundesratsstellungnahme beschlossen. Der Bundestag berät den Entwurf weiter und kann Inhalte ändern. Kraft treten wird das Gesetz erst, wenn die endgültige Version beschlossen und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.

Muss ich Angst haben, dass ich in ein paar Wochen kein Rezept mehr bekomme?
Nein. Deine Versorgung bricht nicht von heute auf morgen ab. Es wird Übergangszeiten geben, in denen Praxen, Apotheken und Plattformen ihre Systeme anpassen können.

Was passiert mit meinem Versandmodell?
Sollte der Bundestag die Linie von Bundesregierung und Bundesrat komplett übernehmen, wird der klassische Versandhandel mit Blüten eingeschränkt. Abholung und Botendienst gewinnen an Bedeutung. Wie genau das ausgestaltet wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten.

Steigen die Preise jetzt sicher?
Nicht automatisch, aber das Risiko ist da. Wenn die Arzneimittelpreisverordnung strikt angewendet wird, sinkt der Spielraum für Apotheken deutlich. Das kann höhere Einheitsniveaus bedeuten, vor allem für Selbstzahler. Wir werden hier genau hinschauen und Transparenz schaffen.

Was macht MedCanOneStop für mich in dieser Lage?
Wir informieren Dich fortlaufend, passen unsere Prozesse frühzeitig an, stärken Hybridmodelle aus Präsenz und Telemedizin und arbeiten mit Apotheken und Ärzten zusammen, damit Deine Versorgung so stabil wie möglich bleibt. Unser Maßstab bist Du und Dein Alltag, nicht die bequemste Lösung für Behörden.


Weitere Informationen und Aktionen

Wenn Du tiefer in die Hintergründe einsteigen möchtest oder selbst aktiv werden willst, findest Du hier weitere Inhalte von MedCanOneStop:

50 MedCan PUNKTE WARTEN AUF DICH

Registriere Dich für unseren Newsletter, um die neuesten Updates von MedCanOneStop zu erhalten.